Baumwolle im Sommer — warum die Naturfaser gegen Kunstfaser gewinnt
Funktionsshirts werben mit Feuchtigkeitstransport, und für Sport stimmt das auch. Für einen heißen Tag in der Stadt gilt etwas anderes — dort entscheidet nicht, wie schnell ein Stoff trocknet, sondern wie er sich anfühlt, wenn man sich kaum bewegt.
Der Unterschied in der Praxis
- Geruch. Baumwolle nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie langsam ab. Polyester leitet sie weiter, bietet Bakterien aber eine Oberfläche, an der sie haften. Deshalb riecht Kunstfaser nach einem Tag, Baumwolle nicht.
- Hautgefühl. Ein fester Baumwollstoff steht leicht vom Körper ab und lässt Luft dazwischen. Dünne Kunstfaser legt sich an, sobald es feucht wird.
- Haltbarkeit. Baumwolle wird beim Waschen weicher. Polyester bleibt, wie es ist, bis es pillt.
Was garment dyed bedeutet
Bei den meisten Shirts wird das Garn gefärbt und danach genäht. Beim garment-dyed Verfahren geht es umgekehrt: Erst wird genäht, dann wird das ganze Kleidungsstück gefärbt.
Das hat zwei Folgen. Erstens läuft das Shirt dabei schon einmal ein — was nach dem Kauf passiert, ist minimal. Zweitens nimmt jedes Stück die Farbe minimal anders an. Zwei Shirts derselben Farbe sind nie exakt identisch, und das ist gewollt.
Das Gewicht
Standard-T-Shirts liegen bei rund 150 Gramm pro Quadratmeter. Alles ab etwa 200 Gramm fällt spürbar anders: Der Stoff hängt gerade nach unten, die Kanten rollen sich nicht, und das Shirt behält nach dem Waschen seine Form.
Der Nachteil ist ehrlicherweise auch klar — ein dichteres Shirt trocknet länger und ist bei über dreißig Grad in praller Sonne wärmer als ein dünnes. Wer den ganzen Tag in der Hitze arbeitet, ist mit leichterer Ware besser bedient. Für alles andere überwiegt der Griff.
Pflege in einem Satz
Auf links, dreißig Grad, kein Trockner. Ausführlich steht das in unserem Beitrag zur Pflege unserer Shirts.
Unsere Shirts bestehen aus 100 Prozent gekämmter Baumwolle mit 220 Gramm pro Quadratmeter. Garment dyed sind sie nicht. Übersicht unter Alle T-Shirts.