Padel für Einsteiger — Regeln, Ausrüstung und warum alle plötzlich spielen
Padel ist die Sportart, über die gerade jeder redet, und trotzdem können die wenigsten die Regeln erklären. Kurz gesagt: gespielt wird zu viert, auf einem Platz von zehn mal zwanzig Metern, umgeben von Glaswänden. Der Ball darf von den Wänden abprallen. Das macht die Ballwechsel länger und den Einstieg leichter als beim Tennis.
Die Regeln in fünf Sätzen
- Gezählt wird wie im Tennis: 15, 30, 40, Spiel.
- Aufgeschlagen wird von unten, unterhalb der Hüfte, diagonal ins gegnerische Feld.
- Der Ball muss einmal auf dem Boden aufkommen, bevor er eine Wand berühren darf.
- Die Wände gehören zum Spiel — nach dem Bodenkontakt darf man den Ball von der Scheibe zurückholen.
- Gespielt wird fast immer im Doppel.
Was man am Anfang braucht
Weniger, als man denkt. Ein Leihschläger reicht für die ersten Stunden, die meisten Anlagen verleihen welche. Wichtiger sind Schuhe mit gutem Halt zur Seite und Kleidung, die sich mitbewegt. Ein Shirt aus reiner Baumwolle ist auf dem Platz angenehmer als jede Kunstfaser, solange es locker geschnitten ist und nicht klebt.
Was man nicht braucht: einen teuren Schläger. Die Unterschiede zwischen einem Einsteiger- und einem Profimodell merkt man in den ersten Monaten schlicht nicht.
Warum das Spiel so schnell wächst
Padel verzeiht. Beim Tennis dauert es Monate, bis ein Ballwechsel zustande kommt. Beim Padel klappt das in der ersten Stunde, weil die Wände Fehler abfangen und der kleinere Platz weniger Laufarbeit verlangt. Dazu kommt: man spielt immer zu viert. Das ist eher Verabredung als Training.
Genau darin liegt auch der gesellschaftliche Teil. Nach dem Spiel bleibt man sitzen. In Spanien, wo Padel groß geworden ist, gehört das dazu wie der Aperitif nach dem Strandtag.
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